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Hypertonie – Teil 3


Philipp Balga - 31. März 2019 - 1 comment

Therapie bei Hypertonie – Wie man Bluthochdruck senken kann

In den letzten beiden Teilen dieser Serie über Hypertonie habe ich ja bereits ausführlich über die Ursachen und Folgen von Bluthochdruck, aber auch darüber, wie man den Blutdruck richtig misst, geschrieben. Diese beiden Artikel können Sie hier nachlesen:

Hypertonie Teil 1: Ursachen und Folgen von Bluthochdruck

Hypertonie Teil 2: Grenzwerte bei Hypertonie und wie man den Blutdruck korrekt misst

Aber wie kann man nun den Blutdruck senken?

Sollte man zu jenen 20% der Bevölkerung gehören, die an Hypertonie leiden, dann kommt man um eine ordentliche Therapie nicht herum. Ziel muss immer sein, den Blutdruck auf Normalwerte zu senken.¹

In welchem Zielbereich der Blutdruck sein soll, ist allerdings individuell verschieden.

Dinge wie Alter, Risikofaktoren, andere Erkrankungen usw spielen dabei eine wichtige Rolle. Grundsätzlich sollte der Blutdruck zwar immer unter 140/90 mmHg liegen, trotzdem sollten sie ihren persönlichen Ideal-Blutdruck immer mit ihrem Arzt besprechen.

Den Blutdruck ohne Medikamente senken

Niemand schluckt gerne Medikamente und wenn es nicht sein muss, sollte man zunächst versuchen, Erkrankungen durch Änderung des Lebensstils zu heilen und nicht nur durch Pulver schlucken.

Aber wie kann man den Blutdruck nun positiv beeinflussen?

Stress reduzieren

Bluthochdruck - senken - Yoga - Hausmittel - Hypertonie - Therapie

Yoga, Meditation oder autogenes Training helfen Stress zu reduzieren und den Blutdruck zu senken.

Lassen sie sich nicht stressen. Einfacher gesagt als getan, vor allem weil man hier auch von anderen abhängig ist. Trotzdem sollte man versuchen, in seinem Alltag Stress zu reduzieren wo immer es möglich ist.

Auch Dinge wie regelmäßige Meditation, autogenes Training oder auch Yoga führen nachweislich zu einer Stressreduktion und Blutdrucksenkung.²

Rauchen einstellen

Wenig überraschend spielt auch beim Bluthochdruck das Rauchen eine gewaltige, negative Rolle. Wer an Hypertonie leidet und weiter raucht, erhöht sein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen – Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverschlüsse, etc – enorm.
Mit dem Rauchen aufzuhören wird daher unbedingt empfohlen und führt auch zu einer Reduktion erhöhter Blutdruckwerte.

Gewicht reduzieren

Jedes Kilo, dass man zuviel auf die Waage bringt, führt auch zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Eine Gewichtsreduktion beeinflusst den Blutdruck positiv und sollte daher auch unbedingt angestrebt werden wenn man an Hypertonie erkrankt.

Dabei muss man natürlich keine Modelmaße erreichen, aber trotzdem sollte man sein Normalgewicht anstreben will man versuchen ohne Medikamente auszukommen.

Treiben sie Sport

Mit Bewegung, vor allem mit Ausdauersportarten kann man den Blutdruck extrem gut beeinflussen. Die Blutdrucksenkung ist dabei vergleichbar mit jenen von mittelstarken Blutdruckmedikamenten – hier hat man also wirklich eine effiziente Möglichkeit in der Hand.

Dabei ist vor allem Ausdauertraining sehr zu empfehlen. Also Sportarten wie regelmäßiges Wandern, Nordic-Walking, Laufen oder Radfahren.

Wichtig: Lassen sie sich vor Ihrem ersten Fitnessprogramm von Ihrem Arzt durchchecken.

Ernährung bei Bluthochdruck – Wenig Salz, wenig Alkohol

Blutdruck senken mit Ernährung

Den Blutdruck mit gesunder Ernährung senken

Blutdrucksenkung mittels Ernährung ist grundsätzlich auch möglich, allerdings darf man sich hier keine Wunder erwarten. Im Wesentlichen spielen zwei Faktoren eine Rolle bei Bluthochdruck:

Einerseits Salz: Eine kochsalzarme Ernährung wirkt sich durchwegs positiv auf den Blutdruck aus und sollte auch im Rahmen einer Blutdrucktherapie angestrebt werden.

Andererseits sollte man auch den Alkoholkonsum so weit wie möglich reduzieren, da sich auch dieser auf den Blutdruck auswirkt.

Weitere Empfehlungen: Vermeidung von kalorienreichen, fettreichen Nahrungsmittel, Bevorzugung von Vollkornprodukten sowie mehrmals täglich Obst und Gemüse.

Der Vorteil wenn man sich daran hält: Nicht nur der Blutdruck wird positiv beeinflusst, auch die Cholesterin- und Zuckerwerte bessern sich.

Therapie des Blutdrucks mit Medikamenten

Läßt sich der Blutdruck trotz Umstellung des Lebensstils nicht ausreichend senken, kommen Medikamente ins Spiel.

Das ist nicht so selten der Fall, da die oben angegebenen Tipps zwar helfen, aber es manchmal trotzdem zu erhöhten Werten kommt.

Der Nutzen überwiegt

Blutdruck Therapie mit Medikamenten

Eine medikamentöse Therapie bei Hypertonie hilft, den Blutdruck ausreichend zu senken.

Die gute Nachricht ist aber, das wir eine breite Palette an sicheren und seit Jahren bewährten Medikamenten haben. Und auch wenn es ab und zu zu Nebenwirkungen kommen kann: Der Nutzen dieser Medikamente überwiegt bei weitem und verhindert ernste Folgeschäden die durch eine unbehandelte Hypertonie entstehen.

Ihr Arzt entscheidet darüber ob und welche Medikamente am besten für Sie in Frage kommen. Es gibt sowohl Einzel- als auch Kombinationspräparate, die meistens ein oder zweimal täglich eingenommen werden müssen. Oft braucht es auch einige Kontrollen um die richtige Dosis zu finden.

Zusammenfassung

Hypertonie sollte nicht unbehandelt bleiben. Man riskiert ernste Folgeschäden, die Herz, Gehirn, Gefäße oder Nieren betreffen können.

Grundsätzlich kann man mit einem gesunden Lebenssstil seinen Bluthochdruck positiv beeinflussen: Bewegung, Gewichtsreduktion, Vermeidung von Stress und gesunde Ernährung helfen definitiv, den Blutdruck zu senken.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kommen Medikamente ins Spiel. Diese müssen zwar regelmäßig eingenommen werden, sie sind aber sehr sicher und der Nutzen dieser Tabletten überwiegt bei weitem!

 


Titelbild: © Photo by rawpixel.com from Pexels

Photo Yoga: © Photo by Marion Michele on Unsplash

Photo Ernährung: © Photo by OLA Mishchenko on Unsplash

Photo Medikamente: © Photo by freestocks.org from Pexels


Quellen:

¹ https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/704136.html

² https://www.hochdruckliga.at/interessierte/hochdruck-im-alltag/stress/


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Philipp Balga

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Dr. Philipp Balga ist Arzt für Allgemeinmedizin, Ernährungsmediziner und Reisemediziner.

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