Grippesaison 2018/19

Grippesaison 2018/19

Grippeimpfung

Der Höhepunkt der Grippewelle im vergangenen Winter wurde Ende Jänner erreicht. Allein in Wien kam es in dieser Zeit pro Woche zu über 14.000 (!) Grippe-Neuerkrankungen.¹  Am häufigsten betroffen sind dabei Kinder zwischen 0 und 14 Jahren.²  Jene Altersgruppe also, für die eine Infektion mit dem Influenza Virus nicht ungefährlich ist. Erst 10 Wochen später, Anfang April, konnte das Ende der Grippewelle verkündet werden.

Die Grippeimpfung

Was haben Österreich, die Slowakei, Littauen oder Lettland gemeinsam? Sie gehören zu jenen Ländern, die zu den Schlusslichtern in Europa zählen wenn es um die Anzahl der Grippeimpfungen geht. ³

Nicht sehr ruhmreich und eigentlich zum Schämen.

Die Grippeimpfung ist – warum auch immer – aus meiner Erfahrung vielen Leuten nicht ganz geheuer.
Abgesehen von den sowieso beratungsresistenten Impfgegnern gibt es nämlich sehr viele Patienten, die sich zwar grundsätzlich alle empfohlenen Impfungen holen, bei der Grippeimpfung aber skeptisch sind.

Warum weiß ich nicht. Ich vermute aber, es ist wie so oft der Mangel an Informationen und deshalb falsche Ängste über die Impfung.

Die echte Grippe ist eine schwere Erkrankung

GrippesaisonAn Influenza zu erkranken ist nicht lustig. Oft wird die Grippe mit einem grippalem Infekt verwechselt. Diese ist, wie die Grippe,  auch eine Viruserkrankung, verläuft aber deutlich harmloser.

Die echte Grippe kann da schon mehr: Sehr hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl und extreme Schwäche führen dazu, dass man in der Regel für mindestens eine Woche nicht aus dem Bett kommt. Und auch danach dauert es noch Wochen bis man sich wieder vollständig erholt hat.

„Gut, alles nicht so schlimm. Ein bisserl kranksein hat noch niemanden geschadet“ meinen jetzt gar nicht so Wenige. Und es ist auch vermutlich so: Die meisten unter uns werden die Grippe, auch wenn es ein wenig dauert, auch überstehen.

Kinder und ältere Patienten sind am meisten gefährdet

Aber es gibt Viele, die diese Krankheit dann eben doch nicht so ohne Weiteres einfach wegstecken.  Vor allem für ältere, geschwächte Patienten und Kinder kann die Influenza gefährlich werden. Schwere Lungenentzündungen oder Herzmuskelentzündungen können als Komplikationen auftreten, und es sterben jährlich mehr als 1000 Patienten pro Jahr an den Folgen einer Grippeerkrankung.⁴

Die Grippe ist höchst ansteckend. Mittels Tröpfcheninfektion werden die Viren sehr leicht übertragen und in der kalten Jahreszeit kommt es daher regelmäßig zu Grippe Ausbrüchen mit mehr als 10.000 (!) Neuerkrankungen pro Woche.

Am häufigsten erkranken übrigens Kinder zwischen 0 und 4 Jahren. Jene Altersgruppe also, für die wie oben bereits erwähnt, eine Grippeerkrankung durchaus gefährlich werden kann und auch regelmäßig mit mehrtägigen Krankenhausaufenthalten verbunden ist.

Wir stecken alle anderen an

Eine hohe Durchimpfungsrate würde hier sehr einfach und schnell Abhilfe schaffen. Und auch die Fittesten unter uns sollten nicht vergessen, dass sie im Krankheitsfall, bereits vor den ersten Symptomen sehr schnell andere mit dem Grippevirus anstecken können. Jene die dann die Erkrankung nicht so einfach wegstecken.

Eine Grippeimpfung ist aber in jedem Fall vor allem für folgende Patienten empfohlen:

– Menschen im Alter über 50 Jahren
– Personal mit häufigem Publikumskontakt (Kindergärten, Schulen, Hort, ….)
– Personen mit chronischen Grundkrankheiten (insbesondere Herz- oder Lungenerkrankungen, Asthma, Diabetes, Nierenversagen)
– Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen
– Patienten mit angeborener oder erworbener Abwehrschwäche, einschließlich HIV-infizierte Personen
– Medizinisches Personal

Nach der Impfung dauert es übrigens etwa 2 – 3 Wochen bis sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat.

Wir beraten Sie

Bei Fragen oder Bedenken zur Impfung oder wenn Sie weitere Informationen zur Grippeimpfung wünschen, wenden Sie sich bitte an uns !

Seriöse Informationen zum Nachlesen

Weiterführende, seriöse und objektive (!) Informationen zum Thema Influenza und Grippeimpfung finden Sie auf den folgenden Links:

Website der Ages Austria

Medizinischen Universität Wien – Zentrum für Virologie

Deutsches Robert Koch Instituts

Wir sind geimpft! Sie auch?

 


Quellen:

1 https://www.wien.gv.at/gesundheit/einrichtungen/grippemeldedienst/

² https://www.virologie.meduniwien.ac.at/wissenschaft-forschung/virus-epidemiologie/influenza-projekt-diagnostisches-influenzanetzwerk-oesterreich-dinoe/aktuelle-saison-20172018/

³ https://bmcpublichealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-2458-14-813

⁴ https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/grippe/mortalitaet/

 


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